Zum Residenzschloss Heidecksburg Rudolstadt
Hofansicht der Heidecksburg

"Rococo en miniature. Die Schlösser der gepriesenen Insel" ist eine Ausstellung im Residenzschloss Heidecksburg

Adresse:
Schlossbezirk 1
07407 Rudolstadt

In den Hofküche von Schloss Perenz

Die Schlösser der gepriesenen Insel

In den beiden Königreichen wird größter Wert auf pompöse Schlossbauten und deren luxuriöse Ausstattung gesetzt. Während in Dyonien ein Schlösschen nach dem anderen entstand, konzentrierte sich die Bautätigkeit in Pelarien hauptsächlich auf Erweiterungsbauten des Residenzschlosses Perenz.

Schloss Pyrenz

Das altehrwürdige Schloss Pyrenz mit seiner weitläufigen Gartenanlage war einst Residenz der dyonischen Könige. Der älteste Teil stammt noch aus der Zeit Heinrichs VII. Damals besaß das Schloss noch Festungscharakter, doch wurde es den Ansprüchen jedes neuen Monarchen entsprechend verändert. Die Architekten sind unbekannt – nach jedem Ziegelstein kam ein neuer.

Bekrönt wird das Hauptgebäude von der Figurengruppe des „Heiligen Schwalbenschwanz in seinem Martyrium, wie er von Amazonen gemissbraucht wird”. Dieses soll sich im 2. Jahrhundert (nach Centuszeitrechnung) an genau jenem Ort ereignet haben. Die Inschrift unterhalb des Giebels lautet:

„TIUK DE PE IS ALLA WACHN PE”

Dies ist Alt-Pezanisch und heißt nichts anderes als: „Freue Dich, der König ist alle Zeiten der König.”

 

Schloss Pyrenz

Residenzschloss Perenz

Schloss Perenz ist die überaus glanzvolle Residenz des Königs Talari III. von Pelarien. Während sich in Dyonien das Hofleben auf mehreren Schlössern abspielt, konzentriert sich in Pelarien aller Prunk und Glanz auf dieses eine Schloss. Der Mittelbau reicht als ältester Teil noch zurück in die Regierungszeit der Königin Cäcilie I.

Unter den Königen Geonardi V., VI. und VII. erfolgten Erweiterungen, Um- und Rückbauten je nach Laune und Vermögen der jeweiligen Monarchen. Baupläne wurden vielmals geändert, verworfen, wieder hervorgeholt und erneut geändert, bis selbst der Hofbaumeister Johann Nichtsislaus von Binder den Überblick verlor. Zur Aufmunterung von seinem König geadelt, schloss er zuletzt den Ehrenhof der dreiflügligen Anlage mit einer Verbindung zwischen Treppenhaus und Festsaal: der gekrümmten Galerie. Deren Mitte bekrönt turmähnlich ein offener Pavillon, dem ein vorgelagerter, prunkvoller Baldachin eine Bühnenwirkung verleiht.

Das Treppenhaus mit dem sich anschließenden Staatsappartement sowie der Festsaal nebst Saal mit Hoftafel gelten als unerreichte Höhepunkte der Innenarchitektur auf der gepriesenen Insel.

Residenzschloss Perenz

Residenzschloss Eulenlust

Königin Onide verweilt bevorzugt auf Schloss Eulenlust. Benannt nach ihrem Lieblingstier, steht es auf einer gewaltigen Terrasse, die Platz genug bietet für Pferdeställe und alles, was wirtschaftlich von Nöten ist.

Flankiert wird das Hauptgebäude von zwei säulen­gerahmten „Neugierden” mit alten Mosaik­fussböden und von zwei Pavillons. Einen ziert eine prachtvolle Badeanlage, der andere ist für Gäste bestimmt. Der pelarische König Talari III. verweilt hier gern bei seinen Besuchen. Unterhalb dieses Bauwerkes befindet sich ein geweihter Raum mit dem Mantel von König Heinrich III. Das Kleidungs­stück soll noch aus der geheimnisumwitterten Halmasteinzeit stammen.

Seitlich am Schloss befinden sich zwei Grotten, die mit Halbedelsteinen, Edelsteinen sowie erlesenem Muschelwerk auf das Kostbarste ausgeschmückt wurden. In heißen Sommermonaten nimmt man hier gern Trüffel und Gebäck zu sich. Ein plätscherndes Brünnlein schafft zusätzliche Erfrischung.

Das Schloss selbst birgt eine umfangreiche Biblio­thek, zwei Orangerien und die Bildhauer­werkstatt des August Werner Neustötzer. Besonders stolz ist die Königin auf zwei große Bildergalerien mit über hundert, meisterhaft ausgeführten Kunst­wer­ken der weithin bekannten dyonischen Malerschule.

Residenzschloss Eulenlust

Prinzenpalais Musenhof

Musenhofen ist der Sitz des Kronprinzen OlarichKronprinz Olerich von Dyonien (Sohn von Königin Onide und König Talari III). Ein exzentrischer, wenn auch ein wenig unterbelichteter Prinz. Bekannt als Sammler erotischer Gemälde, ist sein Lieblingsmaler Adolf Grillenfang, dessen eindeutige Darstellungen Damen oft erröten lassen. Dies freut den Prinzen.

Das große Treppenhaus mit seinen extraordinären Deckengemälden ist zugleich Foyer für das kleine Liebhabertheater. Hier proben zumeist der Buffo Animale CarottiKronprinz Olerich von Dyonien und die Kammersängerin Leonilda TumultiKronprinz Olerich von Dyonien.

„Wenn laut die Leonilda singt, im Schlosse jeder Spiegel springt.”

Wenn diese, am Cembalo begleitet von Finanzminister Alfons Schnorr zu Rabenäußig, ihre neuesten Stücke zum Besten geben, wollen Kronprinz Olarich als auch Hund Brutus am liebsten mit einstimmen.

Prinzenpalais Musenhof

Jagdschloss Dyona

Dieses Kleinod dyonischer Architektur umfasst 18 Räume und wurde etwa vor 40 irdischen Jahren unter Königin Talarine begonnen, weitergeführt von Heinrich X. der ganz Große. Die Haupttreppe ist nach außen gelegt. Kleine Wendeltreppen im Inneren verbinden geschickt die einzelnen Etagen. Besonders hervorzuheben ist der grüne Speisesaal mit dem besonders gelungenen Deckengemälde „Diana im Bade”. Die Hofchronik vermeldet, dass dieses Bauwerk dem Architekten und Hofmaler Hironimus Siebenhühner zu verdanken sei.

Jagdschloss Dyona


Rubrik: Mit der Lupe betrachtet
Rubrik: Der Dichter sagt
Johann Nichtislaus von Binder / Plant die Schlösser und macht Kinder.
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